Was bedeutet Direktregulierung?
Direktregulierung bedeutet, dass die Versicherung des Geschädigten den Schaden direkt reguliert, um den Prozess zu beschleunigen.
Einfach erklärt
Definition
Die Direktregulierung ist ein Verfahren, bei dem nicht die Versicherung des Unfallverursachers, sondern die Versicherung des Geschädigten den Schaden direkt reguliert. Dies dient der Vereinfachung und Beschleunigung des Schadensabwicklungsprozesses.
Wie funktioniert es?
- Der Geschädigte meldet den Schaden bei seiner eigenen Versicherung.
- Die eigene Versicherung übernimmt die Schadensregulierung.
- Die Versicherung des Geschädigten fordert die Kosten bei der Versicherung des Unfallverursachers zurück.
Wichtige Merkmale
- Beschleunigte Schadensabwicklung
- Vermeidung von Auseinandersetzungen mit der gegnerischen Versicherung
- Eigene Versicherung tritt in Vorleistung
Vergleich
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Direktregulierung | Eigene Versicherung reguliert direkt den Schaden. |
| Regress | Rückforderung der Kosten von der Versicherung des Verursachers. |
| Haftpflicht | Versicherung des Verursachers reguliert den Schaden. |
Praxisbeispiel
Ein Autofahrer verursacht einen Unfall, bei dem das Auto des Geschädigten beschädigt wird. Der Geschädigte meldet den Schaden bei seiner Versicherung, die den Schaden in Höhe von 5.000 Euro reguliert. Später fordert sie diesen Betrag von der Versicherung des Verursachers zurück.
Rechtsgrundlage
Die Direktregulierung ist nicht spezifisch im VVG geregelt, erfolgt jedoch im Rahmen der allgemeinen Schadensregulierungspraxis.
Häufige Irrtümer
- Irrtum 1: Die Direktregulierung bedeutet, dass der Verursacher nicht zahlen muss. Falsch: Die Versicherung des Geschädigten fordert die Kosten zurück.
- Irrtum 2: Bei der Direktregulierung entsteht keine Selbstbeteiligung. Falsch: Bei manchen Policen kann eine Selbstbeteiligung anfallen.
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