Was bedeutet Überversicherung?
Überversicherung bedeutet, dass die Versicherungssumme höher ist als der tatsächliche Wert des Gegenstands. Im Schadensfall wird nur der reale Wert ersetzt.
Einfach erklärt
Definition
Überversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme den tatsächlichen Wert des versicherten Gegenstands übersteigt. Im Schadensfall wird jedoch nur der tatsächliche Wert ersetzt, nicht die überhöhte Versicherungssumme.
Wie funktioniert es?
- Ein Versicherungsvertrag wird abgeschlossen.
- Die versicherte Summe wird höher angesetzt als der tatsächliche Wert des Objekts.
- Im Schadensfall wird nur der tatsächliche Wert erstattet, nicht die überschüssige Versicherungssumme.
Wichtige Merkmale
- Kein finanzieller Vorteil im Schadensfall.
- Höhere Prämien ohne zusätzlichen Nutzen.
- Risiko der Fehleinschätzung des Versicherungswerts.
Vergleich
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Überversicherung | Versicherungssumme übersteigt den tatsächlichen Wert. |
| Unterversicherung | Versicherungssumme unterschreitet den tatsächlichen Wert. |
| Neuwertversicherung | Versicherung ersetzt den Neuwert des Gegenstands, nicht den Zeitwert. |
Praxisbeispiel
Ein Haus ist mit 500.000 Euro versichert, obwohl der Wiederbeschaffungswert nur 400.000 Euro beträgt. Bei einem Totalschaden erhält der Versicherte lediglich 400.000 Euro, obwohl er Prämien für 500.000 Euro gezahlt hat.
Rechtsgrundlage
Laut § 74 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) wird bei Überversicherung der tatsächliche Wert des versicherten Interesses ersetzt.
Häufige Irrtümer
- Mythos: Höhere Versicherungssummen bedeuten höhere Auszahlungen. Wahrheit: Nur der tatsächliche Wert wird ersetzt.
- Mythos: Überversicherung bietet besseren Schutz. Wahrheit: Es entstehen nur unnötig hohe Prämienkosten.
- Mythos: Überversicherung ist selten. Wahrheit: Sie tritt oft durch Fehleinschätzungen des Werts auf.
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