Was ist eine Rohbauversicherung?
Rohbauversicherung schützt Gebäude während der Bauphase vor Feuer, Sturm und Vandalismus. Wichtig für Bauherren.
Einfach erklärt
Definition
Eine Rohbauversicherung ist eine spezielle Versicherungsform, die während der Bauphase eines Gebäudes Schutz bietet. Sie deckt Schäden ab, die durch externe Einflüsse wie Feuer, Sturm, Hagel oder Vandalismus entstehen können.
Wie funktioniert es?
- Der Abschluss erfolgt meist zusammen mit der Bauherrenhaftpflichtversicherung.
- Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Start der Bauarbeiten.
- Er endet in der Regel mit der Fertigstellung des Gebäudes oder dem Einzug.
Wichtige Merkmale
- Schützt vor unvorhergesehenen Schäden während der Bauphase.
- Oft als Bestandteil einer Wohngebäudeversicherung angeboten.
- Kann verpflichtend sein, um eine Baufinanzierung zu sichern.
Vergleich
| Merkmal | Rohbauversicherung | Wohngebäudeversicherung |
|---|---|---|
| Schutzzeitraum | Bauphase | Nach Bauabschluss |
| Abgedeckte Risiken | Feuer, Sturm, Hagel, Vandalismus | Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel |
| Versicherungssumme | Baukosten | Wiederaufbaukosten |
Praxisbeispiel
Beim Bau eines Einfamilienhauses im Wert von 300.000 Euro bricht ein Feuer aus und verursacht einen Schaden von 50.000 Euro. Mit einer Rohbauversicherung übernimmt die Versicherung diese Kosten.
Rechtsgrundlage
Die Rohbauversicherung wird nicht spezifisch im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) oder im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt, jedoch greifen allgemeine Versicherungsregelungen wie § 1 VVG (Vertragspflichten).
Häufige Irrtümer
- Mythos: Eine Rohbauversicherung ist dasselbe wie eine Bauleistungsversicherung. Klarstellung: Sie decken unterschiedliche Risiken ab.
- Mythos: Die Versicherung endet automatisch nach einem Jahr. Klarstellung: Sie endet mit der Fertigstellung oder dem Einzug, nicht nach einem festen Zeitraum.
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